3 starke User-Onboarding-Beispiele zum Abschauen (LinkedIn, Slack, Grammarly)

🌐 English Português Français Deutsch

Beim Thema User Onboarding verwechseln leider viele Unternehmen das Ganze mit Pokémon-Fangen. Sobald sich jemand Neues für ihr Produkt registriert, bewerfen sie diese Person so lange mit Modals und Pop-ups, bis sie endlich aktiviert ist.

Die besten User-Onboarding-Beispiele

So funktioniert das aber nicht. Pop-ups und Modals eignen sich hervorragend, um die Aufmerksamkeit der Nutzer einzufangen. Setzen Sie sie aber sparsam ein. Mehr zu schlechtem User Onboarding lesen Sie in meinem Beitrag Das User-Offboarding-Starterpaket: So hinterlassen Sie bei Ihren ersten Nutzern einen schlechten ersten Eindruck (auf Englisch). Hier konzentrieren wir uns darauf, wie Sie neue Nutzer am besten an Bord holen.

Was ist User Onboarding überhaupt?

Kurz gesagt bedeutet User Onboarding, Nutzer von Punkt A zu Punkt B zu führen: - Punkt A: Hmm, ich bin mir nicht sicher, aber vielleicht hat dieses Produkt, was ich suche. Probieren wir es aus. - Punkt B: Alles klar! Jetzt verstehe ich es. Ja! Das ist genau das, wonach ich gesucht habe. Aha-Moment im User Onboarding Mit anderen Worten: Es geht darum, Erstnutzer, die Ihr Produkt noch nicht ganz verstehen, davon zu überzeugen, dass es ihr Problem lösen kann.

Wie macht man es richtig?

Identifizieren und definieren Sie den „Aha-Moment“ Ihres Produkts.

Für ein erfolgreiches User Onboarding müssen Sie zuerst herausfinden, an welchem Punkt Erstnutzer erkennen, dass Ihr Produkt ihr Problem löst. Diesen Moment nennen wir oft den „Aha-Moment“. Das kann der Moment sein, in dem man Tweets zu Themen sieht, die einen interessieren, das Produkt findet, das man bestellen möchte, oder das erste eigene Dashboard erstellt ... Sie verstehen schon.

Ermitteln Sie, welche Schritte Ihre Nutzer

bis zum „Aha-Moment“ absolvieren müssen

Sobald Sie den „Aha-Moment“ Ihres Produkts identifiziert haben, müssen Sie herausfinden, welche Schritte Erstnutzer erledigen müssen, um dorthin zu gelangen. Bei Twitter heißt das zum Beispiel, Profilen zu folgen, die dieselben Interessen haben wie Sie. Bei LinkedIn heißt es, Ihr Profil mit einer Kurzbiografie, einem Profilfoto und Angaben zu Ihrer Position zu vervollständigen, damit Ihre Kontakte Sie leicht finden.

Wählen Sie die richtige Ausrüstung für Ihre Mission.

Jetzt liegt es an Ihnen, die richtige Ausrüstung zu wählen, um Ihre Nutzer zu führen. Beliebte Werkzeuge sind zum Beispiel Produkttouren, Onboarding-Fortschrittsbalken, Checklisten und Onboarding-E-Mails. Was am besten passt, hängt stark vom Produkt und von Ihrer Zielgruppe ab. Hier bei Kompassify nutzen wir zum Beispiel unseren No-Code-Fortschrittsbalken für das User Onboarding. Wir beginnen mit einer personalisierten Willkommensnachricht und führen neue Nutzer dann Schritt für Schritt zum „Aha-Moment“ unseres Produkts: dem Erstellen der ersten eigenen Produkttour.

Der No-Code-Fortschrittsbalken von Kompassify für das User Onboarding

3 der besten User-Onboarding-Beispiele 2026

User Onboarding bei LinkedIn

Schauen wir uns an, wie die Leute bei LinkedIn ihre Nutzer onboarden. Den Anfang macht eine personalisierte Willkommensnachricht.

User Onboarding bei LinkedIn

Danach führt ein Onboarding-Fortschrittsbalken die Nutzer zu einem vollständigen Profil, damit sie das Beste aus LinkedIn herausholen.

Onboarding-Fortschrittsbalken bei LinkedIn

Und schließlich heben Tooltips die wichtigsten Bereiche des Dashboards hervor.

Onboarding-Tooltip bei LinkedIn

User Onboarding bei Slack

Wie onboardet Slack neue Nutzer? Mit einem Tooltip, der auf den Hauptkanal des Teams zeigt.

Willkommens-Tooltip im Slack-Onboarding

Dann gibt es vordefinierte Chatnachrichten, die Nutzern den Einstieg erleichtern.

Vordefinierte Nachrichten im Slack-Onboarding

Und schließlich eine freundliche Nachricht vom Slackbot, falls jemand Hilfe braucht.

Bot-Nachricht im Slack-Onboarding

User Onboarding bei Grammarly

Grammarly hat eine der intuitivsten Benutzeroberflächen, die ich je erlebt habe, und beim User Onboarding trifft das Team voll ins Schwarze.

Sehen wir uns an, wie das User Onboarding bei Grammarly abläuft.

Zuerst kommt eine Willkommensnachricht, dann versucht Grammarly, die Persona der neuen Nutzer zu ermitteln.

Willkommensnachricht im Grammarly-Onboarding Persona-Abfrage im Grammarly-Onboarding

Danach folgt eine kurze Tour in 4 Schritten, in der die wichtigsten Funktionen erklärt werden.

Start der Produkttour im Grammarly-Onboarding

Dazu kommt ein vorbereitetes Dokument mit Tooltips, das den Einstieg erleichtert.

Tooltip im Grammarly-Onboarding

Was haben diese Beispiele gemeinsam?

LinkedIn, Slack und Grammarly sind drei sehr unterschiedliche Produkte und folgen beim User Onboarding trotzdem demselben Muster. Das können Sie sich für Ihr eigenes SaaS-Produkt abschauen:

So übertragen Sie diese Muster auf Ihr Produkt

Sie brauchen kein Team aus Design- und Frontend-Profis, um diese Flows nachzubauen. Mit einem No-Code-Onboarding-Tool setzt Ihr Produktteam sie in Stunden statt in Sprints um. Bei Kompassify helfen wir SaaS-Unternehmen, Folgendes zu erstellen:

Wenn Sie ein ausführlicheres Playbook suchen, lesen Sie unseren Leitfaden zu Produkt-Walkthroughs 2026 oder den umfassenden Leitfaden zum User Onboarding (beide auf Englisch).

Häufig gestellte Fragen

Was ist User Onboarding?

User Onboarding ist der geführte Weg, der Erstnutzer von der Registrierung bis zum ersten Erleben des Kernnutzens eines Produkts begleitet, also bis zu dem, was die Branche den „Aha-Moment“ nennt. Es kombiniert in der Regel Willkommensnachrichten, Produkttouren, Onboarding-Checklisten und Tooltips, um die Time-to-Value zu verkürzen.

Was macht einen guten User-Onboarding-Flow aus?

Ein guter Onboarding-Flow ist personalisiert, kurz und auf den Aha-Moment ausgerichtet. Er zeigt Funktionen schrittweise (Progressive Disclosure), damit neue Nutzer nicht überfordert werden. Er sollte eine Willkommensnachricht, ein oder zwei besonders wertvolle Aktionen und dezente In-App-Hilfen kombinieren, statt schon in der ersten Sitzung jedes Modal auf einmal abzufeuern.

Was haben LinkedIn, Slack und Grammarly bei ihrem Onboarding gemeinsam?

Alle drei beginnen mit einer personalisierten Begrüßung, führen Nutzer zu einer einzigen, besonders wertvollen ersten Aktion (Profil vervollständigen, eine Nachricht posten, ein Dokument schreiben und korrigieren) und setzen auf Fortschrittsanzeigen oder Tooltips statt auf lange Produkttouren.

Mit welchen Tools kann ich einen User-Onboarding-Flow ohne Code erstellen?

No-Code-Plattformen für Digital Adoption wie Kompassify ermöglichen es Produktteams, Onboarding-Checklisten, Produkttouren, Tooltips und Fortschrittsbalken ohne Unterstützung durch das Engineering-Team zu erstellen. Wenn Sie gerade verschiedene Lösungen prüfen, lesen Sie unseren Vergleich der besten Onboarding-Tools 2026.

Wassim B.A
Growth-Enthusiast @Kompassify